Ausflugstipps

Sylter Leuchttürme #1 | Der Hörnumer Leuchtturm

Seit Jahrhunderten dienen Leuchttürme der Schifffahrt, indem sie besonders bei Nacht als Schifffahrtszeichen und zur Positionsbestimmung fungieren. Sie warnen Kapitäne vor Untiefen und markieren das Fahrwasser. Deshalb sind Leuchttürme seit je her ein Teil der Landschaft an jeder Meeresküste. Auf Sylt gibt es gleich fünf Leuchttürme, die wir in einer Serie vorstellen. Jeder der fünf Sylter Leuchttürme hat seine eigene Geschichte und Vorzüge. Heutzutage weisen sie passierenden Schiffen nicht nur die Richtung, sondern sind zu echten Wahrzeichen der Insel geworden. Zu Beginn stellen wir den Hörnumer Leuchtturm vor, der nicht nur funktionstüchtig ist, sondern als Einziger auf der Insel Sylt auch von Innen besichtigt werden kann. In den Teilen 2 bis 4 stellen wir die vier weiteren in Kampen und List vor.

Die Geschichte des Hörnumer Leuchtturms

An der Südspitze Sylts befindet sich der rot-weiß-rot geringelte Leuchtturm Hörnum. 1906 begann der Bau des Leuchtturms, der die Schifffahrt an der Westküste Schleswig-Holsteins sicherer machen sollte. So wurde der Leuchtturm auf einer 17 Meter hohen Düne auf Basis einer 70 Zentimeter starken Betonplatte mit einem Durchmesser von 9,6 Metern aufgebaut. Die Fertigstellung ließ nicht lange auf sich warten und das Leuchtfeuer ging am 8. August 1907 in Betrieb. Der letzte Leuchtturmwärter in Hörnum war von 1960 – 1974 Manfred Karwin, der seine Arbeit im Zuge der Automatisierung niederlegte. Seitdem wird das Leuchtfeuer vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning gesteuert und aus der Ferne überwacht. Das Leuchtfeuer Hörnum steht seit 1994 unter Denkmalschutz.

Kenndaten des Leuchtturms in Hörnum

Turmhöhe: 34 Meter
Tragweite: 26 Seemeilen
Baujahr: 1907
Standort: Hörnum

Besichtigung des Leuchtfeuers Hörnum

An jedem Montag, Mittwoch und Donnerstag jeweils um 9:00, 10:00, 11:00 und 12:00 Uhr kann der Leuchtturm besichtigt werden. Die Aussichtsplattform ganz oben auf dem Leuchtturm bietet einen wunderschönen Ausblick über die Nordsee bis hin zu den Nachbarinseln Amrum und Föhr. Kleiner Tipp von uns: Um sicher zu sein, welche Insel welche ist, sollten Sie sich die Abkürzung R.A.L.F. (Rechts Amrum, Links Föhr) merken. Die Besichtigung birgt aber noch weitere interessante Stopps: In einem Zimmer befindet sich die Leuchtturm-Schule, die zwischen 1914 und 1933 genutzt wurde und in der rund 3 bis 5 Schüler Platz fanden. Heute erinnert ein Teil der Einrichtung an diese Zeit und man gewinnt einen Eindruck von dem damaligen Schullalltag. Paare können sich in zudem in luftiger Höhe von April bis Oktober im Hörnumer Standesamt das Ja-Wort geben. Wer Lust auf eine Besichtigung bekommen hat sollte beachten, dass eine Besuchergruppe aus maximal 10 Personen bestehen darf und die Plätze sehr begehrt sind. Unsere Empfehlung: rechtzeitig einen Platz reservieren!

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